Netzwerklizenz

AutoSTAGE steht als Stand-Alone- und Netzwerklizenz zur Verfügung.

Bei der Stand-Alone-Lizenz ist eine lokale Lizenz auf dem AutoSTAGE FlexDongle oder im AutoSTAGE SoftKey gespeichert. Die Lizenz kann nur auf dem Arbeitsplatz verwendet werden, an dem der FlexDongle angesteckt bzw. der SoftKey vorhanden ist.

Eine Netzwerklizenz erlaubt die Verwendung von AutoSTAGE durch verschiedenen Benutzern in einem LAN (Local Area Network). Die Anzahl der verfügbaren Netzwerklizenzen bestimmt die Anzahl der Benutzer, die AutoSTAGE gleichzeitig verwenden können.

Der AutoSTAGE FlexDongle oder SoftKey Lizenzkontainer wird dabei an einem Netzwerkserver (alternativ und/oder zusätzlich auch an jeden beliebigen Arbeitsplatz) im Netzwerk angeschlossen. Von dort werden auf Anfrage der im Netzwerk angeschlossenen Arbeitsrechner die Lizenzen nach Verfügbarkeit verteilt.

Beispiel
Sie haben eine lokales Netzwerk mit 10 Arbeitsrechnern und einen FlexDongle mit 3 AutoSTAGE Netzwerklizenzen am zentralen Server angeschlossen. AutoSTAGE ist auf allen 10 Arbeitsrechnern installiert, kann aber zu einem Zeitpunkt maximal nur von 3 Arbeitsrechnern gleichzeitig verwendet werden. Beim Programmstart wird nach verfügbaren Lizenzen im Netzwerk gesucht und bei Erfolg verwendet. Wenn keine freie Lizenz vorhanden ist, kann nicht mit der Anwendung gearbeitet werden.


Vergleich der Installationen


Die Installation der Stand-Alone und Netzwerklizenz erfolgt mit separaten Installationsprogrammen.

Stand-Alone-Installation

Eine Stand-Alone-Installation kann nur an dem Computer angeschlossene FlexDongle mit Stand-Alone-Lizenz und/oder Netzwerklizenzen verarbeiten.

Eine Lizenzabfrage im Netzwerk findet nicht statt. Dadurch startet die Anwendung schneller, als wenn erst nach einer Lizenz im Netzwerk gesucht wird.

Netzwerk-Installation

Eine Netzwerk-Installation kann an dem Computer angeschlossene FlexDongle mit Stand-Alone und/oder Netzwerklizenzen verarbeiten.

Zusätzlich sucht die Netzwerk-Installation jedoch auch im gesamte Netzwerk nach einem angeschlossenen FlexDongle oder SoftKey. Wird eine verfügbare freie Lizenz im Netzwerk gefunden, dann wird diese von der gestarteten Anwendung auf dem Computer belegt.

Aufgrund der Netzwerksuche nach einer verfügbaren Lizenz kann der Programmstart der Netzwerk-Installation unter Umständen deutlich länger dauern als der Programmstart der Stand-Alone-Installation, bei der nur die Lizenzinformation vom lokale Rechner abgefragt wird.



Regelbetrieb einer Netzwerklizenz


Im Regelbetrieb einer Netzwerklizenz wird diese von einem (bei mehreren Lizenzen optional auch mehreren) Lizenzservern im Netzwerk verteilt.

Ein Lizenzserver kann ein beliebiger Rechner im Netzwerk sein, auf dem der CodeMeter-Dienst installiert ist. Der CodeMeter-Dienst wird bei der Installation von AutoSTAGE automatisch installiert. Bei Bedarf kann der CodeMeter-Dienst auch separat installiert werden, wenn z. B. ein Rechner im Netzwerk als Lizenzserver fungieren soll, auf dem keine reguläre  AutoSTAGE Installation vorhanden ist. Die CodeMeter Runtime zur Installation des CodeMeter-Dienst kann HIER heruntergeladen wird.

Eine Rechner, der die Netzwerklizenz verwenden soll, muss dabei eine dauerhafte Netzwerkverbindung zum Lizenzserver haben, damit die Anwendung die entsprechende Freischaltung vom Lizenzserver über das Netzwerk erhalten kann.


Mobile Nutzung einer Netzwerklizenz


In der Messe,- Theater- und Veranstaltungstechnik ist eine mobile Lizenznutzung sehr wichtig. Die mobile Lizenznutzung bedeutet in diesem Zusammenhang die Nutzung der Lizenz außerhalb der eigentlichen Geschäftsräume.

Aufgrund der grundlegenden technischen Eigenschaften der Netzwerklizenz ist eine mobile Nutzung jedoch nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Bei der mobilen Nutzung wird die Lizenz außerhalb der eigentlichen Büroumgebung und damit auch außerhalb der eigentlichen Netzwerk-Infrastruktur verwendet.

Um eine mobile Nutzung der Netzwerklizenz dennoch zu ermöglichen, gibt es folgende Lösungsmöglichkeiten:

1) Netzwerk-Verbindung per VPN herstellen

Über eine VPN-Verbindung wählt sich der mobile Rechner in das "Heim"- bzw. Unternehmensnetzwerk ein. Über die VPN-Verbindung hat der Rechner eine dauerhafte Verbindung zum Lizenzserver im Netzwerk.

2) Netzwerklizenzen werden auf mehreren Lizenzkontainern verteilt

Üblicherweise werden Netzwerklizenzen ausgehend von einem Lizenz-Container (AutoSTAGE FlexDongle oder SoftKey) und Lizenzserver im Netzwerk verteilt. Um eine mobile Nutzung der Netzwerklizenzen zu ermöglichen, werden statt dessen alle Netzwerklizenzen auf mehrere Lizenz-Container verteilt. Die Lizenz-Container werden anschließend an beliebigen, als Lizenzserver eingerichtete Rechnern im Netzwerk angeschlossen, so dass die Lizenz von mehreren Lizenzservern an alle Teilnehmer im Netzwerk verteilt werden. Wenn nun ein Teilnehmer das Büro für eine mobile Nutzung verlässt, dann nimmt dieser einen der verfügbaren Lizenz-Container mit. Die darauf gespeicherte Netzwerklizenz wird dann mobil verwendet, steht im Netzwerk aber nicht mehr zur Verfügung. Erst, wenn der mobile Lizenz-Container wieder an einen Rechner im Netzwerk angeschlossen wird, steht die Lizenz wieder als reguläre Netzwerklizenz im Netzwerk für alle angeschlossenen Rechner zur Verfügung.


Lizenzvergabe bei unterschiedlicher Lizenzanzahl im Container


Bei Lizenzanfrage über das Netzwerk werden alle verfügbaren Lizenzen solange vergeben, bis der Bestand an Lizenzen ausgeschöpft ist. Eine Rechner fragt dabei alle im Lizenz-Container vorhandene Lizenz-Module ab und belegt diese, wenn der Bestand dieses zulässt.

Es ist jedoch möglich, dass in einem FlexDongle oder SoftKey Lizenz-Container mehrere Lizenz-Module mit unterschiedlichen Anzahlen gespeichert sind. Zur Illustration folgendes Beispiel:

Übersicht der Netzwerklizenzen in einem Lizenz-Container

In diesem Fall können 8 Arbeitsstationen mit AutoSTAGE 2016 und den Starter Modulen 2D, 3D und Expert arbeiten. Ebenso haben 3 Arbeitsstationen die Berechtigung, mit Licht und Bühne in 2D, 3D und Expert zu arbeiten.

Da eine Arbeitsstation bei Lizenzanfrage alle zur Verfügung stehenden Lizenz-Module belegt, können die ersten 3 Arbeitstationen, die eine Lizenz beim Server abfragen, mit allen Modulen arbeiten. Ab der vierten Arbeitsstation kann dann nur noch mit den Modulen Starter 2D, 3D und Expert gearbeitet werden.

Um explizit zu steuern, welche Lizenz-Module von einer Arbeitsstation belegt werden, gibt es in den AutoSTAGE Optionen (ASOPT) die Möglichkeit, die gewünschte Lizenzbelegung einzugeben:

Lizenzbelegung der Anwendung über die AutoSTAGE Optionen mit ASOPT festlegen

Alle Lizenz-Module, die mit einem Haken markiert sind, werden beim Programmstart abgefragt und entsprechend belegt. Speichern Sie die Änderungen, wenn Sie die Lizenzbelegung ändern. Das Programm muss danach neu gestartet werden, um die neue Lizenzbelegung zu aktivieren.


Einrichtung Lizenzserver